Unrunder Lauf Cougar XR7 1969 nach unzähligen Maßnahmen weiß ich nicht mehr weiter

Vergaser läuft nicht? Die Karre bremst nicht oder ihr habt andere technische Probleme? Hier gehört's rein!
jonnyhats
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Unrunder Lauf Cougar XR7 1969 nach unzähligen Maßnahmen weiß ich nicht mehr weiter

Beitrag von jonnyhats » 17. Mai 2024, 21:47

Hallo an alle Schrauber, ich habe Probleme mit meinem Cougar XR7 1969 nachdem ich jetzt nach knapp 3 Jahren Restauration endlich mal Ausfahrten machen wollte.
Der Motor läuft nicht ganz rund, im Leerlauf ruckt er leicht im ca. Sekundentakt, man merkt es besonders, wenn man im Wagen sitzt. Ich habe leider keinen Vergleich mit einem anderen 351er aber ich habe mir gestern den Motor von einer Corvette eines Freundes angehört und die eckte nicht.
Nach unzähligen Maßnahmen zur Fehlersuche, Austausch unzähliger Teile, Besuche in 3 Werkstätten habe ich jetzt bei einer 4. Werkstatt angefagt (natürlich auch Oldtimerspezialist wie die anderen 3). Nachdem mir ein Stundensatz von € 198,- genannt wurde dachte ich, lieber noch weitersuchen.

Heute habe ich als momentan letzte Maßnahme den alten Zündverteiler mit Pertronix Ignitor II, der natürlich wie auch der E-Choke des neuen Edelbrock 1406 über ein Relais mit 12V versorgt wird gegen einen "neuen" überholten mit Unterbrecherkontakt getauscht. Dabei habe ich mein blaues Wunder erlebt. Ich habe den Verteilerfinger des alten markiert (2 Positionen) iund den neuen genauso eingesetzt, wie ich den alten entnommen habe. Kontaktabstand auf 0,4mm eingestellt und gestartet.
Er sprang an aber lief wie ein Traktor, scheinbar nur auf 3 vielleicht 4 Zylinder, da half auch kein Verdrehen des Verteilers.
Kann mir nicht vorstellen, dass ich das Ritzel verdreht eingesetzt habe und weiß deshalb momentan nicht woran es liegt. Muss wohl den OT suchen und den Verteilerfinger auf Pos. 1 der Verteilerkappe einsetzen, damit sicher ist dass der Verteiler richtig sitzt.
Weiß jemand wie die Ventile bei OT stehen sollen (hoch/tief)? Ich werde sicherheitshalber den Ventildeckel abnehmen um auch gleich die Ventilfedern zu kontrollieren. Vielleicht ist eine beschädigt und das ist die Ursache für den unrunden Lauf, den ich seit langem versuche auf die Spur zu kommen.
Was mir noch einfällt ist, dass bei den Papieren und Katalogen (waren beim Import aus den USA dabei) die Karte eine Edelbrock Nockenwelle #2182 dabei war bei der als Steuerkettensatz die Nr. 7811 oder 7820 empfohlen wird. Ich habe aber einen "normalen" Steuerkettensatz EngineTech TS358 verbaut.
Da ich nicht weiß ob diese Nockenwelle eingebaut ist und auch nicht was sonst vielleicht umgebaut wurde, wollte ich mal nachfragen ob einer weiß ob möglicherweise der Steuerkettensatz zu schwach für die ev. eingebaute #2182 Edelbrock sein könnte. Ich weiß nur, dass die "alte", eingebaute Steuerkette schon ziemlich gedehnt und lose war. Es handelt sich ja hoffentlich auch um keine Rollernockenwelle, da ich in diesem Fall angeblich einen Verteiler mit Stahlritzel benötigen würde!?

Danke im Voraus für jede Unterstützung.
Jonny

Krischen
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Beitrag von Krischen » 17. Mai 2024, 22:24

Moin,
Zündung OT ist bei Einlass und Ausslass geschlossen ( der nächste OT der kommt wenn das Einlassventil geschlossen hat).
Gruß Christian

jonnyhats
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Beitrag von jonnyhats » 17. Mai 2024, 22:31

Danke für die Info!

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Schraubaer
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Beitrag von Schraubaer » 18. Mai 2024, 06:11

Natürlich läuft ein ordentlicher 351W absolut rund!
Fakt ist wohl schonmal, der "neue" Verteiler ist Mist!
Zurück auf Anfang, PII raus, PI rein.
Alle Unterdruckanschlüsse, außer nur für den Verteiler wichtigen dicht machen und Änderung beobachten. Das ganze Unterdruckgeraffel eines Cougars kann einem heftig in die Suppe spucken! Daß mehrere "Werkstätten" das Problem nicht mal einkreisen konnten ist ein Armutszeugnis!!!
War der Motor nicht Teil der Resto? Lief der vorher auch schon mit dieser Macke?
Sage, was wahr ist, trinke, was klar ist, esse, was gar ist und #%*, was da ist!!!

jonnyhats
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Beitrag von jonnyhats » 18. Mai 2024, 09:05

Hallo Schraubaer vielen Dank für deinen Input!
Ich dachte durch den neuen Verteiler könnte ich meinen vorerst letzten Verdacht, den Zündverteiler, ausschließen. Ich hatte davor die PI drinnen und der unrunde Lauf war ebenfalls da, deshalb hab ichs mit der PII versucht.
Reicht es, wenn ich den Innenwiderstand der Zündspule mit ca. 1,5 OHM messe um sagen zu können, die ist in Ordnung? (wurde bei der Restauration erneuert)
Als ich den Wagen 2019 aus den USA bekommen habe war ich froh dass er startet, läuft und schaltet, war ein Geduldsspiel (bei der Flexplate waren Zähne ausgebrochen). Habe damals nur eine kleine "Motorüberholung" gemacht. Kompression aller Zylinder geprüft, war zw. 10,2 und 10,5. habe anschließend Motor gereinigt, Kühlsystem gespült, neuen Steuerkettensatz, neue Wasserpumpe, neue Ölpumpe, neuer Balancer, neue Flexplate, neue Benzinpumpe, neuen Öldruckgeber, neuen Temp. Sensor, neue Zündspule (Yellow Top wegen Widerstandskabel mit Drehzahlmesser) usw. eingebaut. Verteiler zerlegt gereinigt, geschmiert, PII rein, Relais 12V für PII und E-Choke verbaut (waren davor auf Zündspule angeschlossen, alle Unterdruckleitungen inkl. Unterdruckkanister erneuert, neuer Kühler usw... inzwischen auch neue Lichtmaschine, neuer Edelbrock 1406...
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Jetzt bin ich aber mit dem neuen Verteiler schlechter dran als davor, weil ich erst den OT einstellen und den Zündverteiler mit dem Verteilerfinger auf den 1. Zylinder einstecken muß, damit ich sicher sein kann dass ich das Ritzel nicht doch etwas verdreht eingesetzt habe. Ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich den Verteiler testen sollte. Hab nur gemerkt, dass ich bei der Kontrolle des Kontaktabstands bei den eingestellten 0,4mm beim nächsten Ansatz 0,5mm habe und dann wieder ca. 0,4mm. Bin aber jetzt nicht sicher ob das im Tolranzbereich liegt!?
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PI, PII: Kann man die PI außerhalb des Verteilers testen ob die in Ordnung ist?
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OT: Soweit ich weiß müsste ich den Motor soweit drehen bis am 1. Zylinder (Zündkerzenanschluß) Überdruck zustandekommt und an der Schwungscheibe mit OT Markierung übereinstimmt, richtig?
Ich muss deshalb erst jemanden organisieren, der mir dabei hilft, da ich nur von unten an die Kurbelwellenmutter komme, um den Motor zu drehen.

Freundliche Grüße Jonny

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Beitrag von Schraubaer » 18. Mai 2024, 09:54

Kontrolliere doch mal mit einer Zündlichtlampe am Kabel von Spule zu Verteiler, ob Aussetzer zum Zeitpunkt des "Rucken" im Motorlauf zu sehen sind.
Sage, was wahr ist, trinke, was klar ist, esse, was gar ist und #%*, was da ist!!!

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Beitrag von Henk » 18. Mai 2024, 10:55

Könntest Du mal ein paar Foto vom Motor ohne Luftfilter posten, mich würden unter anderem die Zündkabel und die Verlegung interessieren.
Ich kann mich dunkel an einen Fall erinnern, bei dem es zu "missfire" kam wegen der Zündkabelverlegung.
Gruß Heiko aka Henk

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Beitrag von jonnyhats » 18. Mai 2024, 11:28

Anbei ein paar Fotos!
Dateianhänge
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Beitrag von TG-Tommy » 18. Mai 2024, 13:04

Hier ein paar Infos zwecks OT suchen:



Hier Info zu Petronix:



Vielleicht hilft das weiter.
Viele Grüße, Thomas. "1969... it was a good year" BildBild

jonnyhats
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Beitrag von jonnyhats » 18. Mai 2024, 14:35

Danke für die Links, habs aber hoffentlich eh´schon richtig gemacht! Kolben nach oben bis er rausbläst, danach Balancer auf OT und Zündverteilerfinger in Position 1.
Zusätzlich hab ich noch auf Pertronix I umgebaut, wie Schraubaer es empfohlen hat, hat geklappt, läuft wieder wie vorher!
Demnach muss wohl der "neue, überholte" irgendeinen Schaden haben.#
Nachdem er wieder lief hab ich die Vakuumleitungen bis auf die zum Verteiler abgesteckt und alle offenen verschlossen, danach lief er ruckeliger!
Die Leitung vom PCV zum Vergaser habe ich belassen.
Ob das jetzt gut oder schlecht ist kann ich nicht sagen, vielleicht hat Schraubaer einen Tip!
Danke für eure Mühe!
Jonny

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