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Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 16:53
von 429CS
Seitdem mein 429 Ford wieder läuft, sich aber noch immer in der Einfahrphase befindet, hab ich mal meinen Vakuumtester an einen Port der Ansaugbrücke gestöpselt. Bin zugegebenermaßen nun etwas verwirrt. Im Leerlauf (800rpm) keine stabile Anzeige im grünen Bereich sondern heftiges Ausschlagen oder Flattern der Nadel zwischen 5 und 15 Hg. Mit nur etwas Gas (ab 1200 rpm) wandert die Nadel in den grünen Bereich und bleibt stabil bei 19 Hg stehen. Ist das nun ein Ventilproblem, obwohl ich ziemlich sicher bin alle Einstellungen an den Hydrostößeln/Stangen und Kipphebeln richtig gemacht zu haben - eventuell doch zu stramm? Oder ist das der Überschneidung der Nockenzeiten geschuldet? Würde ein oder mehr Ventil/e nicht schließen wäre doch der erhöhte Leerlauf nicht so stabil im grünen Bereich. Irre ich mich?

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 18:54
von rustang
bei falsch eingestellten ventilen ist das vakuum niedrig, hüpft aber eigentlich nicht rum.
könnte eine ventilführung auslösen, falls die kaputt sein sollte.

https://www.onallcylinders.com/2015/05/ ... -problems/

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 19:38
von Schraubaer
Die Anzeige ist völlig normal für ein Instrument, was schnell reagiert.
Das schnelle Zittern ist das Öffnen und Schließen der 8 Einlassventile.

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 20:38
von rustang
Schraubaer hat geschrieben:
17. Jul 2020, 19:38
Das schnelle Zittern ist das Öffnen und Schließen der 8 Einlassventile.
meinst bei 10hg differenz ist das wirklich zittern?
bei mit steht der zeiger bei 15hg ziemlich stabil
mit nicht ganz so fieser nockenwelle.

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 20:50
von Schraubaer
Gängige, vor allem günstige Handinstrumente ( Ebay, Werkzeugdiscount, die meisten Teilehöker) sind in keinster Weise gedämpft und deren Nadeln wackeln wie'n Lämmerschwanz.
Ich geh' bei uns Garagenlaien jetzt auch nicht von einem eingesetzten Profimotortester aus!
Die daraus resultierende Anzeigedifferenz steht daher nicht im wahren zusammenhang zum tatsächlichem Druckunterschied.

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 20:53
von 429CS
Denke ich mach morgen mal ein Video von IST Zustand. Vielleicht wird dann klarer was da angezeigt wird. Aber Alarm schlagt ihr mal nicht wie es sich so ließt, oda ? :)

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 17. Jul 2020, 20:57
von rustang
dann würde ich den leerlauf auf 900rpm pimpen
und schaun ob anstatt dem lämmerschwanz sonen pferdelümmel
die optik trübt.

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 18. Jul 2020, 07:12
von Ranchero78
Also, ich habe auch so ein Billig Manometer mit dem ich eingestellt habe aber da bewegt sich die Nadel nur ca 3 in/hg eher 2 hin und her, und das Stabil im grünen Bereich des Manometers.
Finde deine grossen Sprünge nicht normal .

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 18. Jul 2020, 07:34
von canadian_red_maple_leaf
Verdreh mal die Zündung das die nadel ruhiger wird. Dann check mal deine zündung mit der blitzlampe ab.

Wo ist die Zündung zurzeit?

Lg Abudi

Re: Mit Vakuumtester arbeiten

Verfasst: 18. Jul 2020, 10:30
von 429CS
Vakuumleitung zum Verteiler abgezogen 10° bei 800 rpm. Läuft ganz ordentlich, schüttelt nicht und nimmt gut Gas an. Bei 3000rpm hat er dann etwa 26°.

Der Serienmotor soll 6° haben, weiß ich - aber meiner läuft ja nun auf 429 H.O. Specs. wie PI oder SC.

Ein Verdrehen des Verteilers hat an der Flatterhaftigkeit der Nadel auch nichts geändert. Nur der Bereich hat sich minimal verschoben.

@rustang
Ein Anheben der Leerlaufdrehzahl bringt mir doch nichts. Ich will ja mich nicht selber besch..sen. Und mit 750-800 rmp läuft er ja gut und rund. Auch das Einlegen von D oder R führt nicht zum absterben oder stall. Und er springt wunderbar an.