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390 FE V8 - Projekt Motorüberholung

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Henk
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Re: 390 FE V8 - Projekt Motorüberholung

Beitrag von Henk » 13. Mai 2019, 21:52

Ich liebe es, sowas kann man halt nur auf zwei Arten machen!
So wie hier auf die Richtige Art und Weise, oder die Falsche 👍👍👍

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mattes71
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Beitrag von mattes71 » 15. Mai 2019, 21:11

Ja.. bei uns hier in Franken.. hab ich noch keinen gefunden der mit Amis kann "/ will.. :?


Schaut alles Fein aus.. wenn da so sauber gearbeitet wird und ein Motor so sauber wieder aufgebaut wird !!! :) ( auch haben will).... :)
Gruß Mattes..
...................
Ein V8 holt den besten Klang aus einer Galone Sprit " :D

Pinionsnubber
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Beitrag von Pinionsnubber » 16. Mai 2019, 17:53

Henk hat geschrieben:
13. Mai 2019, 21:52
Ich liebe es, sowas kann man halt nur auf zwei Arten machen!
So wie hier auf die Richtige Art und Weise, oder die Falsche 👍👍👍
Genau !
Mit Plastigage wäre für mich nicht relevant !
Mit der richtigen Variante kann ich rundum messen .

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osi-v8
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Beitrag von osi-v8 » 30. Mai 2019, 15:59

Heute an Vatertag mal wieder ein bischen Zeit gefunden den Bericht hier fortzuführen......das Belohnungsbierchen gibt's dann heute Abend :lol:

Bei Fa. Rosenau in Bohmte hat man natürlich auch das Aufbohren auf Übermaß übernommen.
Dazu habe ich den Satz Kolben und Kolbenringe mitgeliefert, damit die dann das richtige Kolbenlaufspiel einstellen können.

Dazu muss aber ersteinmal der Block in die Vorrichtung für das Bohrwerk eingespannt werden.

2019_Motor2_Blockbearbeitung10.jpg

Dann messen, messen, checken.......und bohren

2019_Motor2_Blockbearbeitung11.jpg
2019_Motor2_Blockbearbeitung12.jpg

Danach dann das Deck planen um ev. Verzug herauszubekommen damit die Zylinderkopfdichtung auch vernünftig dichten kann.
Also einmal "hauchdünn" drüberplanen. Beide Seiten und auch die China-Walls.

2019_Motor2_Blockbearbeitung13.jpg
Gruß
Carsten

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osi-v8
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Beitrag von osi-v8 » 30. Mai 2019, 16:12

Beim Aufbohren wird noch nicht auf das Soll-Maß gebohrt, sondern noch ein paar hundertstel weniger als benötigt.
Das finale Bohrungsmaß inkl. Laufspiel wird dann mit der Honmaschine erledigt.

Hier streiten sich ja die Gelehrten und die Geister darüber ob man das so machen kann oder mit einer entsprechenden Honbrille :roll: :!:

Die Honbrille ist, mal frei gesagt, eine dicke Metallplatte (ca. 4cm) mit etwas größeren Kolbenbohrungen drin und soll beim Honvorgang die Verspannungen durch den später montierten Zylinderkopf simulieren. Ziel ist es eine im "Echtbetrieb" runde Zylinderlaufbahn zu schaffen.

Ich habe mir von Henk die FE Honbrille leihen können und mich somit dafür entschieden.

2019_Motor2_Blockbearbeitung14.jpg
2019_Motor2_Blockbearbeitung15.jpg
2019_Motor2_Blockbearbeitung16.jpg

Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Der Block ist nach dem Reinigen, Bohren und Honen nun quasi jungfräulich und wartet gut eingeölt unter einer Plastikmülltüte zu Hause im Motorständer auf den Zusammenbau :)
Gruß
Carsten

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Beitrag von osi-v8 » 30. Mai 2019, 16:45

Auch die Köpfe wurden beim Ersten Mal ja schon überholt,.....na ja,.....

Die Jungs von Rosenau sollten sich aber auch das noch einmal anschauen, eine Dichtigkeitsprüfung der Ventile vornehmen und die Kopfunterseite sowie die Auslassseite planen.
Auch hier wollte ich sicherstellen, das später auch alles gut dichtet.

Die damals, scheinbar mittels DL-Hammer, "einmassierten" neuen Bronze-Ventilführungen lösten keine Begeisterungsstürme aus.
Der Job erfolgte wohl eher nach dem Motto "schnell, schnell, darf nix kosten".
Auch die Ventilsitzfräserei war eher lausig ausgeführt worden.

Also wieder in den sauren Apfel beißen und mich mit den Rosenau Jungs auf einen Kompromiss geeinigt. Neue Köpfe waren mir einfach zu teuer, außerdem könnte man die später noch relativ leicht tauschen.


- Ventilführungen bleiben so (nicht schön gemacht, geht aber)
- Ventilsitz nachbearbeiten und Ventile alle einmal einschleifen, damit sie auch dichten
- Kopf- & Auslassseite einmal dünn überplanen (gerade Dichtflächen)

2019_Motor2_Blockbearbeitung17.jpg

Summa Summarum war das bei mir nochmal ne Stange Geld :shock: :cry:


Da Preise immer regional variieren und auch immer etwas Verhandlungssache sind, schreibe ich nur mal so grob hier rein was mich das gekostet hat.
Es soll nur eine Orientierung sein !!!
Bitte fragt bei Eurem Motorbauer des Vertrauens auf jeden Fall vorher an bzw. sprecht das vor Ort durch.


- 100,-€ Block chemisch reinigen und entrosten (ohne Köpfe, ggfs. mit Köpfen mehr!)
- 700,-€ Block bohren, honen mit Honbrille, planen
- 400,-€ Pleuelstangen auswinkeln, vermessen, Big bore Seite honen, Lagerspiel einstellen, KW-vermessen und Lagergasse vom Block auf Geradheit checken
- 400,-€ Zylinderköpfe Dichtheitsprüfung, Ventilsitzbearbeitung, Köpfe planen, Auslassseiten planen

Das teure an der ganzen Sache sind die Rüstzeiten um die Teile in die Vorrichtungen zu spannen und die Meßprozedur.

Gäbe es doch die FE Motoren so preiswert als Crate-Engine aus der Kiste bei Summit & Co. zu kaufen, hach.........aber dann würde man ja nix bei lernen :lol: 8-)

Bis bald dann.....
Gruß
Carsten

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Beitrag von Braunschweiger » 30. Mai 2019, 17:44

Tolle Bilder und klasse Arbeit.
Ehrlich....ich finde den Preis angemessen, auch wenn es eine stolze Summe ist und wir haben alle unsere Erfahrungen gesammelt, mit Billig und so!
Ich finde es klasse, das es so eine tolle Firma gibt, Henk hatte ja auch schon vollen Lobes davon berichten.
Viel Spaß beim Zusammenbau.
Gruß Harald

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