ich bin Jonas, frische 38 Jahre alt, komme aus Krefeld und bin großer Fan möglichst analoger Fahrzeuge.
Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber ich besitze (noch) keinen Oldtimer. Aktuell stehe ich vor der Entscheidung, den 1969er Mercury Cougar XR7 eines Freundes zu kaufen. Es handelt sich um einen handgeschalteten XR7 mit 351W-2V in Bright Blue Metallic. Für mich in dieser Kombination ein absolutes Schmuckstück.
Leider habe ich bisher wenig Erfahrung mit US-Oldtimern und ihren Eigenheiten. Trotz intensiver Recherche habe ich großen Respekt vor der Investition. Deshalb hoffe ich, dass sich hier vielleicht jemand aus Krefeld oder der näheren Umgebung findet, der sich mit solchen Fahrzeugen auskennt und mich mit etwas Expertise unterstützen kann.
Für mein laienhaftes Verständnis befindet sich der Cougar in einem altersgerechten, ordentlichen Zustand. Das Fahrzeug wurde 2019 nach Österreich importiert und 2022 von meinem Kumpel nach Deutschland geholt.
Seitdem wurden einige Arbeiten durchgeführt: Umrüstung auf elektronische Zündung, offener Luftfilter, neue Reifen und Spur wurde eingestellt. Außerdem wurde der Hauptbremszylinder erneuert. Ein Umbau beziehungsweise die Nachrüstung eines Bremskraftverstärkers stand wohl ebenfalls im Raum, wurde letztlich aber nicht umgesetzt, da der dafür notwendige Umbau als zu komplex eingeschätzt wurde.
Aktuell habe ich den Wagen einige Tage bei mir, um ihn möglichst gründlich zu prüfen. Auf einer Hebebühne hatte ich ihn bisher allerdings noch nicht, und eine unabhängige Begutachtung durch eine Werkstatt steht ebenfalls noch aus.
Was mir aktuell am meisten Kopfzerbrechen bereitet, ist eine Aussage des Mechanikers meines Kumpels. Bei einem Werkstattbesuch wurde wohl ein Haarriss am Motorblock im Bereich der Kühlmittel-Ablassschraube entdeckt. Nach seiner Einschätzung soll dieser durch zu starkes Anziehen der konischen Schraube entstanden sein.
Um zu verhindern, dass dort Kühlmittel austritt, wurde am Kühlsystem offenbar eine Art Ventil installiert, über das nach dem Abstellen des Motors der Druck manuell abgelassen wird. Technisch bin ich auf diesem Gebiet leider nicht versiert genug, um einschätzen zu können, wie sinnvoll oder dauerhaft diese Lösung tatsächlich ist. Der Wagen fährt jetzt seit ein paar Jahren mit diesem Riss ohne Probleme.
Um ehrlich zu sein: Ich habe mich schon ziemlich in den Wagen verliebt. Gleichzeitig lässt mich die Geschichte mit dem Haarriss im Motorblock nicht los. Für mich fühlt sich das aktuell nach einer möglichen Zeitbombe an, insbesondere weil ich nicht einschätzen kann, ob das in der Praxis ein beherrschbares Problem oder ein ernsthafter Warnhinweis ist.
Daher meine Fragen an euch:
Wie kritisch würdet ihr einen solchen Haarriss an einem 351 Windsor beurteilen?
Würde euch so etwas grundsätzlich vom Kauf abhalten?
Welche Prüfungen oder Gutachten würdet ihr vor einer Kaufentscheidung unbedingt durchführen lassen?



Sorry wenn ich den falschen Bereich für mein Anliegen erwischt habe. Würde mich sehr über euer Feedback freuen!
Liebe Grüße
J





